Zittau, 21./22. Oktober

In Zittau tut sich was … das war schon am Freitagabend klar. Vielleicht war es den ZittauerInnen gar nicht so klar, aber für mich war ein deutlicher Unterschied zum letzten Jahr wahrnehmbar. Nicht nur, dass technisch etwas dazu gelernt wurde, auch die Etikette, das Miteinander-Üben und Sich-Verhalten haben sich deutlich gewandelt. Es liegt mehr Sicherheit in der Luft — der Technik, der Übung, dem Anderen und sich selbst gegenüber. Unsicheres Tasten hat sich zu noch nicht immer präzisem, aber doch der Anlage nach selbstverständlichem Greifen entwickelt — bei denen, die der Statue nach damit vermeintlich keine Probleme haben sollten, aber auch bei jenen, auf die vermeintlich die gegenteilige Annahme zutreffen könnte.

Mich jedenfalls hat es beeindruckt, was sich in einem Jahr alles tun kann. Nicht, dass sich all das auf das letzte Jahr zurückführen ließe, es ist nur die Ernte einer längeren Arbeit, die aber eben in diesem letzten Jahr deutlich sichtbare Ertragsvergrößerungen bescherte. Die Phasen des Arbeitens führen nicht immer sofort zu einem sichtbaren Erfolg/Effekt — sichtbar schon gar nicht für einen selbst oder die üblichen wöchentlichen Verdächtigen auf der Matte. Aber früher oder später tut sich bei regelmäßiger Übung eben doch etwas, wenn die Haltung bei der Übung stimmt …

Es gibt sie ja überall, die Überflieger, Talente, α-Athleten, diejenigen die nach einmal anschauen Techniken besser beherrschen als der/die Lehrende, diejenigen die sich schnell daran gewöhnen, dass alles einfach zu erreichen ist, eben diejenigen, für die es gar nicht so einfach ist, die intendierte Haltung zu erwerben, die Übung als eine Übung im Menschsein wahrzunehmen, als eine bildende Erfahrung. Vielleicht sind die Begrifflichkeiten zu abgehoben oder esoterisch, das „offen sichtliche“ überinterpretiert oder die Deutungen mehr konstruiertes Geschwafel als beschriebene Realität, aber falls nicht (und falls doch auch) scheint mir jedenfalls die eingeschlagene Richtung vielversprechend zu sein …

Vielen Dank Zittau und danke, Dinah. 😉

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