Potsdam, 11./12. November

Wahnsinnig viel haben wir nicht geschafft an diesem Wochenende, aber immerhin, die kama kata ist wieder präsenter, kaishu waza und die tegumi renzoku geiko haben wir abgegrast und einige kleine pressure games gab es dann auch noch.

Ansonsten bin ich an diesem Wochenende über Gefäße gestolpert – hier die beiden Extremfälle. Sie beide umschließen etwas, in diesem leeren Zustand „nur“ Luft, sind in der Lage, Dinge aufzunehmen. Sie unterschieden sich in Härte, Durchlässigkeit, Stabilität, in der Art der Dinge, die sie aufnehmen können, denen sie Raum bieten, die sie schützen können. Nicht zuletzt ist das eine Gefäß eher instrumentell, es scheint eine Funktion zu erfüllen, einen Zweck zu haben, der über die pure Existenz hinaus geht, ohne dass man ihm deshalb sein ästhetisches Moment absprechen müsste. Das andere hingegen ist mehr Selbstzweck, soll „nur“ schön aussehen, verzieren, schmücken. Ist das bei der Übung nicht auch so, ist man nicht mehr oder weniger Gefäß, gefüllt mit unterschiedlichen Erfahrungen, vorbereitet für unterschiedliche Inhalte, gemacht aus unterschiedlichem Material, versehen mit unterschiedlichen Absichten für die Übung – von instrumentell-pragmatisch, über ästhetisch bis Selbstzweck.  Wir sind also alle unterschiedlich und lernen auch unterschiedlich und Unterschiedliches auch bei ein und der selben Lehrperson und wenn das vermeintliche Thema vermeintlich feststeht. Aber wir lernen alle und früher oder später werden wir dabei immer mit uns selbst konfrontiert – wissend und vorbereitet, ahnend oder völlig überrascht.

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