Schifferstadt, 2. bis 4. März 2018: Yudanshakai

Diesmal also tief im Westen, damit die Fahrtwege gerecht(er) verteilt erscheinen. An einem Ort mit ringerischer Kampfsporttradition, wie ich nun lernen durfte. (Bei Interesse einfach mal „Wilfried Dietrich“ in eine Suchmaschine eigener Wahl eingeben.)

Nach dem Ankommen aller Beteiligten, der ersten Trainingseinheit und einem verspäteten Abendbrot, die ersten Gespräche, Morgens das Frühstück, eine Wanderung zum höchsten Gipfel des Pfälzerwalds (Kalmit), Training, Abendessen, noch mal Training, wieder Gespräche und ein Ausklingen des Tages an und auf einem großen Tisch. Sonntagsfrühstück, Training, Kroatisches Essen, Abfahrt. Leider schon wieder vorbei.

Was bleibt sind ein paar Erinnerungen, Eindrücke und deren Verarbeitungsergebnisse, z.B.

  • Entwicklungen lassen sich ganz gut als Schwingungen zwischen zwei Polen denken. Was in diesem Bild klar wird ist dass das Aufsuchen von Extremen gelegentlich notwendig, aber eben keineswegs der natürliche Normalzustand ist. Vermutlich gibt es weitere, bessere Bilder, um zu beschrieben, dass Übertreibungen beim Lernen immer Gefahr und Potential darstellen.
  • Die Fähigkeit, Dinge (Techniken, Wahrnehmungen, Reaktionen) als zusammengehörig zu erkennen und zu leben, ist keine allgemeine, sondern kontextabhängige Fähigkeit. Prinzipien als Abstraktion aus einer Menge von Übungen zu kennen ist das Eine, sie in neuen Situation wiederzufinden, anzuwenden, auszugestalten das Andere.
  • Der Versuch etwas Verstandenes zu elementarisieren, in wesentliche Bestandteile zu zerlegen und diese in eine Reihenfolge zu bringen, birgt immer die Gefahr, das Ziel aus den Augen zu verlieren, die Methode zum Gegenstand (statt zum Hilfsmittel) werden zu lassen.
  • Der Grad zwischen Esoterik und substantieller Erkenntnis ist so breit wie die Erfahrungen aus denen sie entsteht authentisch und die Begriffe in denen sie thematisiert wird bedeutungsscharf sind.
  • Klingende Saigabeln im sonnebeschienenen Schnee haben etwas ästhetisches.

Jaja, ich weiß, dass ist doch klar …

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