{"id":107,"date":"2013-01-05T21:44:25","date_gmt":"2013-01-05T19:44:25","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/?page_id=107"},"modified":"2018-05-22T08:03:15","modified_gmt":"2018-05-22T06:03:15","slug":"mccarthy-hanshi","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/?page_id=107","title":{"rendered":"McCarthy Hanshi"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_290\" aria-describedby=\"caption-attachment-290\" style=\"width: 148px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-290 size-full\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 20px;\" title=\"Patrick McCarthy (*1954)\" src=\"https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/pm_bo.jpg\" alt=\"Patrick McCarthy (*1954)\" width=\"148\" height=\"225\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-290\" class=\"wp-caption-text\">Patrick McCarthy<br \/>Direktor der IRKRS<br \/>Hauptlehrer des KU<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedem, der seit l\u00e4ngerer Zeit an Kampfkunst interessiert ist, ist der Name Patrick McCarthy ein Begriff. Man kennt ihn als Autor verschiedener erstklassiger B\u00fccher und Aufs\u00e4tze \u00fcber Geschichte, Entwicklung und Aus\u00fcbung von Karate, als international anerkannten Experten auf seinem Gebiet, als Lehrer auf theoretischen wie praktischen Seminaren \u00fcber altes karate und kobud\u00f4. Sein Name ist aus der heutigen Kampfkunstwelt nicht mehr wegzudenken und seine Forschung und Erfahrung haben die Entwicklung des karate schon heute nachhaltig beeinflusst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Patrick McCarthy wurde am 4. Dezember 1954 in Kanada geboren. Seine Begeisterung f\u00fcr Kampfkunst war bereits in den 60er Jahren ausgepr\u00e4gt und er sammelte erste Erfahrungen im chinesischen Wu Shu. Nachdem er auch in verschiedenen anderen Schulen (unter anderem j\u00fbjutsu und karate) Erfahrungen sammelte, f\u00fchrte ihn sein Weg schlie\u00dflich in den 70er und 80er Jahren zu den offenen nordamerikanischen Meisterschaften, bei denen er schnell zu den Top 10 in den Kategorien Form (kata), Waffen (kobud\u00f4) und freies K\u00e4mpfen (kumite) geh\u00f6rte. Es schloss sich eine Serie von Erfolgen an, die durch 2 nordamerikanische, 3 nationale und \u00fcber 300 weitere Titel gekennzeichnet war. Schon w\u00e4hrend dieser Zeit tr\u00e4umte Sensei McCarthy davon, in die Fu\u00dfstapfen der alten okinawanischen Meister, wie Funakoshi Gichin (Begr\u00fcnder des Sh\u00f4t\u00f4kan), Miyagi Ch\u00f4jun (Begr\u00fcnder des Goju ry\u00fb), Mabuni Kenwa (Begr\u00fcnder des Shit\u00f4 ry\u00fb) und anderern zu treten, die dem Dai Nippon Butokukai (DNBK) angeh\u00f6rten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mitte der 70er Jahre, also w\u00e4hrend seiner erfolgreichen Wettkampfjahre, traf Patrick McCarthy auf Richard Kim (1917-2001), den &#8216;Harvard Professor der Kampfk\u00fcnste&#8217;, dessen Sch\u00fcler er 1977 wurde. Als Tr\u00e4ger eines 9. Dan (verliehen vom Dai Nippon Butokukai) betonte Kim Sensei die Bedeutung des Studiums der theoretischen Aspekte des karated\u00f4. Nicht zuletzt durch seine Anregung unternahm Patrick McCarthy tiefgreifende Forschungen \u00fcber die Geschichte und Philosophie des karate, die bis zum heutigen Tage andauern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Nachdem Sensei McCarthy, zu dieser Zeit als 5. Dan graduiert, mehrere Jahre lang ein Mitglied des DNBK war, zog er 1985 nach Japan, wo er sich in die Erforschung des Bud\u00f4 und dessen anthropologischen, ethischen und technischen Theorien vertiefte. Von nun an stand er in direktem Kontakt mit dem DNBK, intensivierte sein Training, lernte japanisch und kn\u00fcpfte wichtige Beziehungen zu verschiedenen Bud\u00f4-Lehrern. Nachdem er au\u00dfergew\u00f6hnliche Empfehlungsschreiben von Mentoren wie Kinj\u00f4 Hiroshi Hanshi (ehemaliger Vorsitzender der Karated\u00f4-Sektion des DNBK), Matayoshi Shinp\u00f4 Hanshi (Vorsitzender der karated\u00f4-Sektion des DNBK in Okinawa) oder Matsushita Ky\u00f4ch\u00f4 Hanshi (wurde sp\u00e4ter Vorsitzender der Karated\u00f4-Sektion des DNBK) erhielt, graduierte Sensei McCarthy schlie\u00dflich vor einer Komission des DNBK zum 6. Dan Karated\u00f4. Zu dieser Zeit hatte noch kein anderer Nichtjapaner eine Pr\u00fcfung vor dem DNBK bestanden. 1989 er\u00f6ffnete McCarthy mit Unterst\u00fctzung seines Lehrers Kinj\u00f4 Hiroshi in Fujisawa [Kanagawa, Japan] sein eigenes d\u00f4j\u00f4, den Kory\u00fbkan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dank seiner beispiellosen Hingabe an die Kampfk\u00fcnste, deren Erforschung und Training und seinem Engagement, das er bei der Ausf\u00fcllung verschiedener offizieller Funktionen des DNBK in den folgenden 5 Jahren an den Tag legte, wurde er erneut eingeladen, eine Pr\u00fcfung abzulegen. Nachdem er die strengen schriftlichen und praktischen Kriterien vor einem Komitee des DNBK erf\u00fcllen konnte, erhielt er im April 1994 seine Ky\u00f4shi-Lizenz und den 7. Dan Karated\u00f4. Wiederum war es das erste Mal in der Geschichte des DNBK, dass einem Nichtjapaner diese Anerkennung zuteil wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Nachdem ihn seine Forschungen nicht nur nach Japan, sondern auch nach Taiwan, Korea, Hong Kong und in die Volksrepublik China (unter anderem\u00a0<em>F\u00faji\u00e0n<\/em> und <em>H\u00e9n\u00e1n<\/em>), Indien und \u00c4gypten gef\u00fchrt hatten, verf\u00fcgte McCarthy Sensei \u00fcber beste Voraussetzungen, um Nachforschungen \u00fcber die &#8216;Bibel des Karate (bubishi)&#8217; anzustellen, die 1995 in einer Ver\u00f6ffentlichung gipfelten, die eine \u00dcbersetzung und verschiedene Kommentare zum \u00fcbersetzten Text enth\u00e4lt. W\u00e4hrend dieser Zeit war es ihm auch m\u00f6glich, mit vielen weiteren bedeutenden Quanfa- und Karatemeistern zu trainieren und sie \u00fcber ihre Kampfkunst zu befragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer Zeit von zehn Jahren in Japan, in denen er auch seine Frau Yuriko McCarthy kennen lernte und heiratete, folgte er einem Ruf des Australischen College of Natural Medicine nach Brisbane, wo er mit seiner Familie wohnt und dem von ihm entworfenen, staatlich akkreditierten Studiengang zur Ausbildung von qualifizierten Kampfkunstlehrern, vorstand. Inzwischen ist dieser Studiengang leider ausgelaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 1996 arbeitet McCarthy Sensei an der Etablierung der IRKRS auf internationaler Ebene, die sehr viel demokratischer und progressiver ausgerichtet ist, als der DNBK. Aus verschiedenen Gr\u00fcnden brach McCarthy\u00a0Ky\u00f4shi bald jede Verbindung zum DNBK ab. Er stand in einer engen Lehrer-Sch\u00fcler-Beziehung zu seinem Lehrer und Mentor Kinj\u00f4 Hiroshi Hanshi (1919-2013) und pflegt au\u00dferdem enge Kontakte zu vielen offenen japanischen, okinawanischen und chinesischen Organisationen und Lehrern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 2005 wurden McCarthy\u00a0Sensei durch seinen Lehrer, Kinj\u00f4 Hiroshi, der 8. Dan und eine Hanshi-Lizenz verliehen. Heute h\u00e4lt McCarthy Hanshi einen 9.Dan &#8211; ebenfalls von Kinj\u00f4 Hiroshi Hanshi verliehen. Er arbeitet heute als Autor, unterrichtet internationale Seminare und leitet die IRKRS.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedem, der seit l\u00e4ngerer Zeit an Kampfkunst interessiert ist, ist der Name Patrick McCarthy ein Begriff. 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