{"id":1214,"date":"2015-12-03T19:05:38","date_gmt":"2015-12-03T18:05:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/index.php\/?p=1214"},"modified":"2016-03-13T12:02:20","modified_gmt":"2016-03-13T11:02:20","slug":"fritzlar-7-8-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/?p=1214","title":{"rendered":"Fritzlar, 7.\/8. November"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Mitten im (n)irgendwo und einfach bescheiden zu erreichen &#8211; aus Potsdam, Halle und diesmal Bremen, aber wenn man erst einmal da ist auch irgendwie idyllisch, mitten im Gr\u00fcnen und weit weg von allem, was irgendwie chaotisch sein k\u00f6nnte &#8211; naja, jedenfalls gef\u00fchlt. Achim und Sigrid im Schulstress, aber gastfreundlich wie immer. Wo schafft man es schon mal mit einem Gro\u00dfteil der SeminarteilnehmerInnen am Fr\u00fchst\u00fcckstisch zu sitzen &#8211; ohne wie im Sommercamp einen Haufen kreischende Kinder um sich herum zu haben &#8211; mit echtem Tee, nicht diesem Instant-Pulver etc.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sind jedenfalls die netten Momente, die dann auch f\u00fcr An- und Abreisebeschwerden entsch\u00e4digen. Aber nun mal zum Seminar &#8211; so viele waren wir gar nicht. Die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen k\u00f6nnte man meinen, auch Kempen\u00a0waren am Start, aber auch\u00a0einige neue Gesichter waren dabei. Ob Sie nun beeindruckt, verst\u00f6rt, \u00fcberfordert oder \u00e4rgerlich angewidert waren, vermag ich nicht so recht zu sagen, jedenfalls hatte ich nicht den Eindruck, dass sie unterfordert oder gelangweilt waren. \ud83d\ude09<\/p>\n<figure id=\"attachment_1221\" aria-describedby=\"caption-attachment-1221\" style=\"width: 1775px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild_Fritzlar_Nov_2015.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1221 size-full\" src=\"http:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild_Fritzlar_Nov_2015.jpg\" alt=\"Gruppenbild Fritzlar, November 2015\" width=\"1775\" height=\"877\" srcset=\"https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild_Fritzlar_Nov_2015.jpg 1775w, https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild_Fritzlar_Nov_2015-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild_Fritzlar_Nov_2015-1024x506.jpg 1024w, https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild_Fritzlar_Nov_2015-100x49.jpg 100w, https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild_Fritzlar_Nov_2015-150x74.jpg 150w, https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild_Fritzlar_Nov_2015-200x99.jpg 200w, https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild_Fritzlar_Nov_2015-450x222.jpg 450w, https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild_Fritzlar_Nov_2015-600x296.jpg 600w, https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild_Fritzlar_Nov_2015-900x445.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 1775px) 100vw, 1775px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1221\" class=\"wp-caption-text\">Gruppenbild Fritzlar, November 2015, Sonntag<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie war das eigentlich damals, als wir das Alles das erste mal gesehen hatten, als es uns vorkam wie eine neue Welt &#8211; komplex, facettenreich, erforschenswert? Was hat uns trotz sicher vorhandener \u00dcberforderung weitermachen lassen? Oder haben wir wegen der \u00dcberforderung weitergemacht? Ich stelle fest, ich wei\u00df es nicht mehr genau, bin zu weit weg von diesem urspr\u00fcnglichen Chaos, habe meine Orientierungspfosten in der sch\u00f6nen neuen Welt eingezogen und kann mich orientieren &#8211; letztlich sind die Wege doch\u00a0ziemlich systematisch angelegt und manches Staunen ist nur noch eine dunkle Erinnerung. Aber gleichzeitig schimmert da auch immer der Glanz dessen was mich anzog\/antrieb die unendlichen M\u00f6glichkeiten, die sich scheinbar boten &#8230; Nicht dass diese heute fehlen w\u00fcrden, aber irgendwie ist es kein Vordringen in neues Gel\u00e4nde mehr, die \u00dcberraschungen werden seltener, aber um so wertvoller, meist sind es Flecken auf der Karte, deren Struktur man auch interpolieren kann &#8230; oder ist all das ein gro\u00dfer Fehler? Liegt diesem Eindruck nicht eine distanzierte Stellvertreterdiagnose zugrunde, die am Kern der Sache vorbeigeht? Es w\u00e4re zu hoffen \u00a0&#8211; \u00a0und doch ist das gl\u00fcckliche Gef\u00fchl des verwirrten Anf\u00e4ngers eine Erinnerung, die ich zu gern \u00f6fter auffrischen w\u00fcrde. Gleichzeitig ist es aber auch\u00a0so, dass eben das Erkennen der systematischen Wege es einem erm\u00f6glicht gro\u00dfe Strecken mit vielen ehemals verwirrenden Kurven und Abzweigungen zur\u00fcckzulegen, ohne die Orientierung zu verlieren. Warum macht ihr das? Warum packt ihr soviel Inhalt in ein Seminar? Die Frage hallt noch nach und meine erste Antwort war vielleicht zu voreilig oder unvollst\u00e4ndig. Wir machen das (auch), weil nur so die (f\u00fchlbare) Notwendigkeit entsteht, eine innere Karte entstehen zu lassen, die Wege anzulegen und Trampelpfade in Hauptstra\u00dfen zu verwandeln oder auch nicht, um Orientierung im Unbekannten zu haben und festzustellen, dass ein Gro\u00dfteil der sch\u00f6nen neuen Welt nach Prinzipien aufgebaut ist, deren Variation den gr\u00f6\u00dften Teil dieser Welt erkl\u00e4ren. Sicher, von einer anderen Perspektive aus gesehen liegt das Geheimnis, die Essenz, das Wesentliche (des Lebens) gerade in dem, was sich diesen Regeln entzieht, aber wie soll diese Einsicht entstehen, wenn man vor der scheinbaren Vielfalt an der Oberfl\u00e4che gefangen genommen wird? Und so lange einem das Alles noch &#8220;viel&#8221; vorkommt, ist es wohl noch oberfl\u00e4chliche Erscheinung, die gesehen wird &#8211; es sei denn man kann eine Perspektive einnehmen aus der das &#8220;Viele&#8221; strukturiert erscheint und nachvollziehbar wird, will aber noch weiter oder wieder zur\u00fcck zur beschreibenden Erfassung dessen was einmalig ist an der Bewegung von X, Y und\/oder Z. Dann aber sind es nicht mehr die Techniken und die Inhalte, sondern die Menschen, die zur Technik werden oder die Technik, die Mensch geworden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun ja, jedenfalls habe ich solche Gesichter wieder gesehen &#8230; das anf\u00e4ngliche tastende Suchen, das ineinander Verknoten von mehr oder weniger tief Gewusstem und verst\u00f6rend Neuem. Achso, es ging \u00fcbrigens um kakie damashi! Am Sonntag stand ny\u00fbmon (kamae waza) auf dem Programm &#8230;\u00a0auch hier ein paar kleinere L\u00e4mpchen, die auf einigen wohl bekannten Gesichtern angingen\u00a0&#8211; auch das ist doch nett &#8211; Fort- oder Hinschrittsmusik &#8230; und zugleich das Festbei\u00dfen in Diskussionen, der Versuch die Sache &#8220;richtig&#8221; zu beschreiben\/zu machen, die fehlende Unterscheidung zwischen wichtig und unwichtig, relevant und sezierendem Selbstzweck und \u00a0der Prozess in dem die urspr\u00fcnglich sicher wichtige Frage verblasst ist und nur noch das (V(Er))Kl\u00e4ren wovon und f\u00fcr wen auch immer existiert\u00a0&#8230; In erster N\u00e4herung sollte es doch so sein: W\u00e4hrend der \u00dcbung sind Ausf\u00fchrungsfragen, die nicht im Mittelpunkt der \u00dcbung stehen m\u00f6glichst schnell zu beantworten &#8211; im Zweifel von dem\/der fortgeschrittensten Anwesenden. Aus die Maus. (Wie gesagt, erste N\u00e4herung!)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis bald!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitten im (n)irgendwo und einfach bescheiden zu erreichen &#8211; aus Potsdam, Halle und diesmal Bremen, aber wenn man erst einmal da ist auch irgendwie idyllisch, mitten im Gr\u00fcnen und weit weg von allem, was irgendwie chaotisch sein k\u00f6nnte &#8211; naja, &hellip;<\/p>\n<p class=\"read-more\"> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.ku-germany.de\/wordpress\/?p=1214\"> <span class=\"screen-reader-text\">Fritzlar, 7.\/8. 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