Rückblick auf das Sommerlager 2018 und das Seminar in Haßloch im November

Das Jahresende ist immer ein guter Zeitpunkt um noch einmal zurück zu blicken auf die vergangenen Tage, Wochen, Monate … Es war ein ereignisreiches Jahr mit Höhen und Tiefen. Wenn ich so darüber nachdenke, was mir über das letzte Jahr gesehen am meisten Freude bereitet hat, dann ist es mit Kindern Kampfkunst zu üben … und zu spielen.

Spielend Kämpfen lernen ist ganz natürlich, sprich, so können wir es in der Natur beobachten. Auch im Sommerlager ging es bei uns dieses Jahr recht spielerisch zu, (fast) ganz ohne Kinder als Übungspartner. Naja, vielleicht ein paar größere (^_^) waren dabei. Der Sommer war sehr heiß, daher starteten wir mit einem Wassertraining ins Shochu Geiko 2018. Im Laufe der Woche brachte der Frauensee immer wieder dringend benötigte Abkühlung. Wasser ist wohl auch das spielerischste der Elemente … Nun ja, am Abend stand Boxen bei Felix auf dem Programm und wir spielten fleißig um unsere Fähigkeiten, gegen Zombies und lebende Artgenossen bestehen zu können, zu verbessern. Es wurden verschiedenste Taktiken ausprobiert. Ich habe es sogar zweimal geschafft mich ganz aus der Affäre zu ziehen – unter dem Vorwand,  ich müsse für eine Prüfung lernen. Das Wissen um die Haftfähigkeit von Gecko-Pfoten hat mir dann am Morgen in der ersten Stunde geholfen einfach mal am Partner „kleben“ zu bleiben. Auch diese Stunde vor dem Frühstück wurde von Felix geleitet, der so dem Sommerlager den täglichen Rahmen gab. Zwischendrin übten wir die KU Basics und verschiedene Waffen. Dieses Jahr stand die Form zu Tinbe & Rochin auf dem Programm, eine Diskussionsrunde über Vor- und Nachteile von Waffen (geleitet von Hendrik) und viel ausprobieren mit den Kobudo Gerätschaften, die jeder so dabei hatte. Auch ein wenig Wiederholung vom letzten Jahr war dabei. Es kann nie schaden das Gedächtnis etwas auf Vordermann zu bringen und dazu die Gehirne anderer zu nutzen. Jetzt vielleicht nicht wie die Zombies, aber mit gleicher Beharrlichkeit. Kannst du dich an dieses erinnern, oder jenes? Wie war das gleich noch mal? Ach, lass‘ es uns einfach ausprobieren. Meistens erinnert der Körper mehr als wir denken. Und zur Not hat vielleicht doch jemand ein externes Gedächtnis dabei, mit der passenden Speicherplatzbelegung.

Für ein wenig Entspannung der grauen Zellen (und auch des restlichen Körpers) sorgte Tanja gegen Ende der Woche mit einer Shiatsu-Einheit, die von allen wieder dankend angenommen wurde. So wurde das Sommerlager mit Hilfe aller zu einer runden Sache, wie ein Wassertropfen, auch wenn ich mich nebenbei mit dem Aufbau von Haifischschuppen beschäftigte. Danke an alle, die dies ermöglichten.

Neben dem Sommerlager gibt es im KU-Trainingskalender noch ein paar weitere wichtige Ereignisse im Jahr. Für die Yudansha das Treffen im Frühjahr, zu Himmelfahrt das europäische Gasshuku (seit vielen Jahren) in den Niederlanden und das Seminar mit Patrick McCarthy sensei in Deutschland (dieses und nächstes Jahr in Dresden). Auf der Fahrt zum Gasshuku mit den Haßlochern kam die Idee auf, mal für die Kinder im Haßlocher Dojo ein Seminar zu gestalten, etwas Besonderes in ihrem Trainingsjahr. Anfang November war es dann soweit, das Haßlocher Dojo war voller Kinder und wir übten und spielten gemeinsam. Für einige Kinder war sicher die anschließende Gürtelprüfung der Höhepunkt des Tages. Für mich war es die Freude und gleichzeitig Konzentration, die die Kinder zeigten. Ich könnte mir vorstellen, dass wir das im nächsten Jahr wiederholen (^_^) den Rückmeldungen der Kinder nach zu urteilen.

Die restliche Zeit des Wochenendes in Haßloch gehörte den Erwachsenen. Eine kleine enthusiastische Gruppe übte Rollen, Werfen und Fallen. So arbeiteten wir uns durch einen guten Teil der 55 Nage waza. Zum Ende sind wir nicht gekommen, dafür haben wir verschiedene Ansätze diskutiert und ausprobiert. Was ist wichtig beim Werfen? Was ist wichtig für genau diese spezielle Technik? Wie ändert sich die Technik, wenn ich mich mit statt entgegen bewege? Groß oder klein – was macht das beim Werfen für einen Unterschied? Das Schöne am Unterrichten ist, von vielen lernen zu dürfen. Ich danke allen die dabei waren für diese Lehr- und Lerngelegenheit! Besonders auch bei Yvonne und Bernd für ihre Gastfreundschaft!

Dieses Jahr war gefühlt etwas zerstückelt. Es gab (wiederum gefühlt) weniger große gemeinsame Lerngelegenheiten, dafür (hoffentlich) mehr kleine in den einzelnen Dojo. Mit jedem Jahr scheint die Zeit knapper zu werden, die zum Üben zur Verfügung steht. Wahrscheinlich ist das ein Trugschluss meinerseits … schließlich hat mein Jahr genauso viele Stunden wie deines. Mach was draus! 😉 Ganbatte kudasai! – kann ich uns da nur zurufen und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen!

Für alle die in Lindow dabei sein werden: Bis gleich im neuen Jahr!   

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