Fritzlar, 21./22. September 2013

Fritzlar, die Einwohner halten es für bekannt, weil historisch belegt und damals wichtig(er). Nun ja, historische Bildungslücke. Ich jedenfalls hörte und höre von Fritzlar nichts, es sei denn Achim kommuniziert von dort in den üblichen Medien. So bin ich da auch hingekommen, auf Anfrage von Achim. Vielen Dank für die Einladung und Ausrichtung an dieser Stelle. Fritzlar ist eigentlich ganz zentral gelegen, mit der Bahn aber eine kleine Weltreise, weshalb sich drei Potsdamer ein Auto gemietet haben und ich mal wieder hinter einem Steuer saß … und zwar ohne geblitzt zu werden;-) Die ersten 200 km ist das auch lustig, der Rest der Strecke nervt dann doch eher, weil lesen am Steuer nicht so gut kommt und man förmlich dabei zuschauen kann, wie die Zeit an einem vorbeifliegt – völlig ungenutzt … Nun ja, soviel zu meiner Abneigung gegen Autos.

Die Reisezeit hat sich jedenfalls auf knappe 3h reduziert, was ein deutliches „+“ darstellt. Nach der Aufnahme des notwendigen Kaffees ging es los. Aragaki Unsu – eine relativ kurze kata, die sich mit relativ simplen Techniken grundlegenden HAPV widmet. Nach einer kurzen(?) Erwärmung ging es auch schon los und neben den Koryus haben es auch die Gäste aus dem Shotokan ryu geschafft, sich durch Anwendung (oyo), Drill (futari geiko) und Form (hitori geiko) zu hangeln, zwischen den drei Teilen Querverbindungen zu ziehen und so der Kunst des bunkai an einem Beispiel ein wenig näher zu kommen. Auch wenn es viele gestresste, kranke und gelegentlich verunsicherte Gesichter gab, war es doch vor allem schön, euch alle auf dem ersten Seminar nach dem Sommercamp wieder zu sehen und im Restaurante ( der Dornfelder war übrigens sau lecker!) gemütlich zu schnacken, auch wenn ich es nicht zu allen geschafft habe.

Die Extrastunde für die Übungsleiter war vielleicht anders als erwartet, aber hoffentlich eine Anregung, die über das bloße „Einigen-auf-eine-akzeptable-Form“ hinausweist, sonst blieben wir doch eher im Nichtschwimmerbereich. Aber vielleicht hat ja der oder die eine oder andere noch einmal die eine oder andere Rückmeldung zu diesem Format und der konkreten Umsetzung. Das wäre jedenfalls für mich und sicher auch für Achim interessant.

Der Sonntag war Bestandteilen des Kerncurriculums vorbehalten:  Tegumi und Taisabaki standen auf dem Programm. Vermutlich nichts neues, aber hier und da ein paar Details, die in der Summe eben doch für Qualitätssteigerung sorgen.

Ich jedenfalls wünsche allen kranken gute Besserung, allen müden mehr Schlaf, den gestressten Ruhe und uns allen mehr gemeinsames Training!

Bis demnächst in Chemnitz!

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