„Warum bist du der Lehrer?“ oder Kingsbridge 22./23.Oktober 2016

So begann mein Sonntagmorgen. Aus heiterem Himmel und voll ins schwarze … ein kleiner fünfjähriger Fratz mit der soooo offensichtlichen Frage: „Warum bist du der Lehrer?“

„Ja, also, ähh ….“

*/Innenansicht: Gute Frage, weiß ich auch nicht. Macht ja sonst keiner. Wurde beauftragt. Würde gern was zurückgeben. Glaube selten, aber eben manchmal, dass ich was zu sagen hätte. Kann nicht anders, um selber zu lernen. Weil es jemanden gibt der lernt oder lernen möchte. Weil mich die Antinomien des „Unterrichts“ herausfordern. Weil Scheitern an der Tagesordnung ist und ich noch immer keinen guten Umgang mit diesem dazugehörigen Scheitern finden kann. Weil es Teil meines Lebens ist – geht das überhaupt anders? Weil ich mich jedes mal neu überwinde. Weil das Teil meines Weges ist. Weil jeder irgendetwas tun sollte, das er für Wert hält getan zu werden. Keine Ahnung, weiß ich auch nicht. Könnten auch viele andere machen – vermutlich besser. Ähh, willst du das übernehmen? … Ach, verdammt erst fünf und schon so clever … hoffentlich nur ein Glückstreffer. Verdammte Genies …
:Innenansicht. /*

„… gute Frage  … weil ich das schon am längsten mache von allen die da sind.“

*/Komm ich damit durch? Was für ein dünnes Eis … so ein Quatsch … kann man doch dem Kind nicht sagen … sonst denkt er nachher wirklich, alte Menschen wäre alle weise oder (ggf. unreflektiertes) Erfahrungswissen sei das Maß der Dinge …  /*

„Achso.“

Im gleichen Moment kommt natürlich aus zwei erwachsenen Kampfkunstmündern der erwartbare, ja notwendige Einwand; sinngemäß: „So stimmt das aber auch nicht.“

„Jaaaaaa doooch, ich WEISS!“

Wochenende hat sich gelohnt. Danke, Leopold!!

Fliegenpilze in Steina

Besonderer Dank an Felix und Hendrik für einen Teil des Trainings mit den Anfängern/ Kindern.

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